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Lonely Planet - Thailand
WaT Pho
WaT Pho
Blick auf Wat Arun
Blick auf den Palast
Wat Phra Kaeo
Wat Phra Kaeo
Wat Phra Kaeo
Königspalast in Bangkok
Fahrräder Schöne Fahrräder zum Schnäppchenpreis
Stromtarif Wechseln Sie Ihren Anbieter - es wird sich lohnen
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lm Fernen Osten
Goldene Tempel, Goldenes Dreieck, Mekong
und mehr
Text und Fotos: Horst Wehrse
Ich bin ganz ehrlich, wären die Fotos, die ich von dieser
Reise mitgebracht habe, nicht fortlaufend numeriert, wüsste ich nicht mehr,
welcher Tempel zu welchem Ort gehört und welcher Buddha in welcher Pagode
steht. Erschlagen von den mannigfaltigen Eindrücken versuche ich eine
Bestandsaufnahme.
Ziemlich genau zehn Stunden dauert der Flug von Frankfurt nach Bangkok. Der
Service von Thai-Air gefällt mir, freundliche Bedienung, gute Beinfreiheit,
trockener Wein und Auswahl zwischen zwei leckeren Menüs zum Abendbrot lassen
die Zeit nicht lang werden.
Es regnet bei der Ankunft. Wir müssen die Uhr um fünf Stunden verschieben
und in Bangkok ist es bereits früher Morgen, das Thermometer zeigt um 6.3o
Uhr 27 Grad Celsius an.
Die Immigration dauert und dauert, denn die Mitarbeiterin, die für meine
Warteschlange zuständig ist, wird noch eingearbeitet und als ich die
Prozedur endlich hinter mir habe, liegt mein Rucksack schon neben dem
Gepäckband. Viele Fluggäste bleiben im Transitbereich und warten auf den
Weiterflug.
Bangkok
Mit dem Taxi fahre ich zu einem Festpreis in Höhe von 700 Baht ins Hotel "Stable
Lodge", zentral in der Sukhumvit Road Soi 8. Ein Bekannter hatte mich auf
dieses von einem Dänen geführte Hotel aufmerksam gemacht und ich hatte
bereits per Internet gebucht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis geht in
Ordnung. Im Flughafen hatte ich einen Reisescheck getauscht und für einen
Dollar 40 Baht bzw. für einen Euro 50 Baht erhalten.
Nach kurzer Erholungs- und Regenerierungspause fahre ich mit dem Sky Train
bis zum Siam Square, esse eine Kleinigkeit und begebe mich dann per Tuk-Tuk
zum Wat Pho in der Nachbarschaft zum Grand Palace. Im Zentrum zeigen viele
Ampeln im Sekundentakt an, wann auf grün oder rot umgeschaltet wird.
An dieses älteste Kloster der Stadt, gebaut im 16. Jahrhundert, kann ich
mich noch gut erinnern. Bei meinem ersten Besuch schien die Sonne und ließ
alle Türme und Fassaden leuchten und glitzern, heute im Regen ist der
Eindruck nicht ganz so überwältigend. Trotz der nicht gerade angenehmen
Witterung verlaufen sich doch etliche Touristen und Besucher auf dem Gelände
und lassen sich von den Buddhas, dem Marmor, dem Perlmutt und dem Gold in
den Bann ziehen. Der 45 m lange und 15 m hohe liegende Buddha, der gerade
ins Nirwana schwebt, ist ein beliebtes Fotomotiv.
Beim Weitergehen zum Königspalast signalisieren mir viele Einheimische, dass
es schon zu spät und das Tor geschlossen ist. Aber ich denke, es ist eine
Finte und man will mir nur einen Transport zu einer anderen Sehenswürdigkeit
andrehen, und marschiere weiter. Doch tatsächlich, ein Besuch ist wegen der
fortgeschrittenen Zeit nicht mehr möglich.
So gehe ich in der Stadt umher, schlendere an der Universität, am Theater
und Nationalmuseum vorbei, setze mich auf eine Parkbank und freue mich auf
den Abend. Einige Studenten sprechen mich etwas scheu an und bitten darum,
sich mit mir fotografieren zu dürfen. Gern komme ich ihrem Wunsch nach. Bis
zum Einbruch der Dunkelheit bleibe ich dann in einem Lokal am Fluss Chao
Phraya mit Blick auf den Wat Arun. Bei schönerem Wetter wäre ich vielleicht
hinübergefahren. Mit dem Bus geht es zurück, die Linie 508 fährt bis zur
Sukhumvit Rd und hält fast genau an meiner Straße. Unterwegs beobachte ich,
wie etwa 100 Frauen vor einem Kaufhaus rhythmische Tanzgymnastik betreiben.
Abends ziehe ich durch die Kneipen, eine Bierlänge bleibe ich im German
Beerhouse und trinke eine Flasche Singha-Bier, im Ausschank sind aber auch
Diebels, Warsteiner und Possmann-Apfelwein aus Frankfurt. Im Internet-Café
freue ich mich über einen jungen Thai im Werder-Trikot, doch leider habe ich
meinen Fotoapparat für einen Erinnerungsschnappschuss nicht dabei. In einem
der vielen Massagesalons gönne ich mir eine Fußreflexzonenmassage. Kurz nach
Mitternacht ziehen einige Männer mit einem Elefanten durch die Straßen und
sammeln. In dieser Gegend ist wirklich was los: Kaufhäuser, Schneider,
Wechselstuben, Internet-Cafés, Restaurants, Reisebüros und auf dem
Bürgersteig Garküchen und fliegende Händler.
Am nächsten Morgen regnet es noch immer. Wieder nehme ich den Bus und fahre
zum Königspalast. Eine kurze Zeit suche ich Schutz unter einem Kiosk,
erblicke dann einen geschäftstüchtigen Mann und kaufe von ihm einen
Regenschirm.
Am Eingang zum Palast dann wieder die gleiche Anmache. Eine Frau schickt
mich zu einem anderen Tor nach links zurück, ein Mann zum Kauf des
Eintritt-Tickets nach rechts. Sogleich sind findige Guides neben mir und
bieten Stadtrundfahrten an. Etwas verärgert betrete ich dann das
Palastgelände und eine Eintrittskarte wird erst später verlangt und
verkauft.
Viele Reisegruppen, zumeist Asiaten, sind unterwegs. Permanent stehen
Menschen vor Türmen und Säulen in Pose und lächeln in die Kamera. Die hier
arbeitenden Fotografen machen ein gutes Geschäft.
Zunächst halte ich mich im Bereich des Wat Phra Kaeo auf, dem Tempel des
Smaragdbuddhas. Auf Wandmalereien ist u. a. das Leben Buddhas nachgestellt.
Dämonen und andere Fabelwesen wachen vor den Eingängen. Die goldenen
Rundtürme sind von märchenhafter Schönheit.
Im Tempel des Smaragdbuddhas, der eigentlich aus Jade ist, darf nicht
fotografiert werden. Die Besucher werden aufgefordert, sich hinzusetzen und
Gesicht und Füße der Statue zuzuwenden. Schuhe müssen ausgezogen werden.
Später habe ich bei Stadt- und Tempelbesichtigungen nur noch Badelatschen
getragen, zum einen ist das Aus- und Anziehen einfacher, zum anderen tragen
die Einheimischen ausschließlich dieses Schuhwerk.
Der Königliche Palast wird gerade renoviert und ein großes Gerüst verdeckt
die Vorderfront. Gerade pünktlich zur Wachablösung bin ich an Ort und
Stelle. Zum Schluss besichtige ich noch das Museum auf dem Palastgelände.
Auf meinem Tagesplan steht noch der Besuch des Marmortempels. Die
Tuk-Tuk-Fahrer im Bereich des Palastes verlangen "horrende" Preise und ich
einige mich schließlich mit einem jungen Mann darauf, dass er mich für 20
Baht hinfährt und ich ein Konfektionsgeschäft besichtige. Er erhält als
Belohnung oder Provision etwas Treibstoff für sein Fahrzeug.
Eigentlich interessieren mich Modegeschäfte nicht sonderlich, aber wenn ich
meinem Fahrer damit einen Gefallen tun kann, will ich gerne über meinen
Schatten springen.
Vor der Weiterfahrt unterbreitet mir mein Chauffeur das Angebot, zwei
weitere Geschäfte anzufahren, als Gegenleistung würde er mich noch zum
Goldenen Buddha und später umsonst zu meinem Hotel fahren. Ich gehe auf
seinen Vorschlag ein und er strahlt über das ganze Gesicht. Er singt beim
Weiterfahren, erzählt von seiner Familie, die im Norden Thailands wohnt,
haut mir auf die Knie und ruft "good for you and good for me, good business
for you and me".
Der Marble Temple oder Marmortempel, hergestellt aus italienischem Marmor,
gefällt mir. Außer meiner Person sind noch zwei oder drei weitere Besucher
anwesend und beeindruckt vom strahlend weißen Gebäude.
Nach kurzer Pause in einem Schmuckgeschäft fahren wir zum Goldenen Buddha
oder zum Wat Indravihan. Auch hier bin ich fast der einzige Gast. Einige
Gläubige sitzen in Andacht vor den Füßen der 32 m hohen Statue.
Jetzt noch ein letzter Gang durch das Geschäft eines Treibstoffsponsors und
dann kann es nach Hause gehen – so jedenfalls hatten wir es vereinbart. Aber
auf einmal, wir sind gerade wieder unterwegs, fängt der Motor des Tuk-Tuks
an zu stottern. Ich weiss nicht, wie mein "freundlicher" Fahrer das Fahrzeug
frisiert hat, aber es springt nicht mehr an. Angeblich ist Spritzwasser von
den Pfützen auf der Straße in die Leitung gekommen.
Ich bin verärgert, zücke mein Notizheft und notiere die Zulassungsnummer, in
dem Moment grinst der Fahrer, gibt mir 40 Baht und empfiehlt, einen Bus oder
ein anderes Taxi zu nehmen. Zähneknirschend folge ich seinem Rat, was hätte
ich denn sonst schon tun können.
Viele Verkehrsteilnehmer haben einen Mundschutz umgebunden. Auf einigen
Grünstreifen in der Fahrbahnmitte hat man Elefantenfiguren aus dem
Heckengrün geformt.
Abends esse ich eine thailändische Suppe, die so scharf ist, dass mir Tränen
in die Augen steigen. Anschließend wandere ich wieder durch die Szene und
spiele Poolbillard mit Meo, die ich in einer Bar kennenlerne.
Die Busfahrt nach Vientiane kostet 950 Baht und eine Fahrkarte wird mir vom
Hotel vermittelt. Mit einem Minibus werde ich von der "Stable Lodge"
abgeholt und zum Busbahnhof gebracht. Ich steige als erster ein und kann den
vordersten Platz oben im Doppeldeckerbus einnehmen. Vor der Abfahrt erhält
jeder Mitreisende, es sind ausschließlich Touristen, eine Flasche Wasser.
Von meinem Sitz kann ich einen Blick auf das Armaturenbrett werfen und
erkenne, dass der Tacho defekt ist. Ansonsten macht der Bus einen guten
Eindruck, die Plätze haben genügend Abstand und jeder kann über eine Decke
verfügen. Das Video, das in der ersten Zeit im Fernseher flimmert, ist mir
zu brutal und so sehe ich lieber aus dem Fenster und gebe mich meinen
Gedanken hin. Nach einigen Stunden machen wir eine Pause und können uns
stärken. Verkäufer preisen ihre Waren mit Megafon und Mikrofon lautstark an.
Etwa neun Stunden dauert die Fahrt bis zum Grenzort Nong Khai. Über die
Freundschaftsbrücke überqueren wir den Mekong und reisen ein. Das Visum für
Laos kostet 30 Baht und da ich kein Foto von mir habe, sind weitere 20 Baht
fällig. Es geht alles recht zügig vonstatten. Nun noch eine halbe Stunde mit
dem Minibus und schon haben wir die laotische Hauptstadt erreicht. Neben mir
sitzt ein junger Mann aus Bayern, er will seine Schwester besuchen, die
zurzeit ein Praktikum in Vientiane absolviert.
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