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Kultur-Schock Cuba - Jens Sobisch
Baedeker Allianz Reiseführer, Kuba
Kuba von Fiona McAuslan, Matthew Norman
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Rundreisen Kuba
in Guardalavaca
in Guardalavaca
Zuckerrohr gefällig?
Zuckerrohr gefällig?
Valle de la Prehistoria
Pause in einem kleinen Dorf
am Malecón in Havanna
Korbflechter auf der Plaza de la Catedral
Blick über Havanna
in Varadero
unterwegs
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merengue - salsa - mojitos
Kuba im Doppelpack
Text und Fotos: Horst Wehrse
Wir fliegen beide Male mit Martinair von Amsterdam nach
Holguin, es sind rund 7.500 km und die Flugzeit schwankt zwischen gut 8 ½
und knapp 10 Stunden.
Kurz vor der Ankunft sind die Bahamas unter uns sehr gut zu erkennen, in der
Mitte sattes Grün, außen schmiegt sich weißer Sand um die Inseln.
Die erste Reise
An einem späten Nachmittag im November 1995 betreten Heiner und ich erstmals
kubanischen Boden. Wir müssen geraume Zeit vor der Flughafenhalle warten und
rauchen hastig ein paar Zigaretten, im Flugzeug herrschte schließlich
Rauchverbot. Das Kerosin oder andere explosive Stoffe auf dem Gelände
interessieren nicht. Alte baufällige Armeefahrzeuge stehen am Rande der
Start- und Landebahn. Nachdem eine Gruppe mit "Guantanamera" verabschiedet
wurde und ausgecheckt ist, sind wir an der Reihe, es dauert aber noch eine
ganze Weile, bis unser Gepäck aufgenommen werden kann.
Wir entscheiden uns für das "Hotel Pernik" und machen uns zu Fuß auf den
Weg. Ein Radfahrer hält an und begleitet uns, man gut, denn es dunkelt
bereits und die karge Straßenbeleuchtung ist keine große Hilfe.
Bezahlen brauchen wir an der Bar oder im Restaurant nicht, auf unsere
Nachfrage heißt es stets: al final, d. h. bezahlt wird bei der Abreise.
Da die Stadt wirklich nicht so viel zu bieten hat, fahren wir tags darauf
mit dem Taxi an die Nordküste nach Guardalavaca. Übersetzt bedeutet der
Ortsname "hüte die Kuh", laut Reiseführer haben sich früher die
einheimischen Indianer bei Piratenüberfällen mit diesem Ausruf gewarnt.
Ein wunderschöner langer Sandstrand empfängt uns, das Wasser leuchtet in
verschiedenen Blau- und Türkisnuancen in der Mittagssonne, angrenzende
Palmenhaine spenden angenehmen Schatten. Das "Hotel Guardalavaca" ist unser
Zuhause für die nächsten Tage.
Wir baden im warmen Ozean, liegen am Strand und arbeiten uns durch das
Cocktailangebot. Spätestens hier merken wir, dass in Kuba nach den Gesetzen
der Planwirtschaft gearbeitet wird, mal fehlen Limetten für einen Mojito,
mal andere Zutaten für einen Daiquiri.
Zum Abendessen reihen wir uns in die lange Schlange vor den Hotelbuffetts
ein. An einem Abend genehmigen wir uns leckeren Fisch im "El Ancla", am Ende
der Bucht.
Und dann geht es auf die Piste. Am besten gefallen hat mir die Diskothek "La
Roca" direkt am Strand, teilweise unter freiem Sternenhimmel. Aber auch im
"Hotel Atlantico" und in anderen Anlagen kann man sich auf der Tanzfläche
austoben. Auch am Strand wird die Nacht zum Tage gemacht, hier ein Radio,
dort ein Recorder, den ganzen Tag bis in die späte Nacht hinein hört man aus
allen Ecken Musik, meistens Merenguestücke, aber auch viel Salsa oder
aktuelle Charts. Es ist einfach herrlich, Karibik pur, heiße Melodien und
schöne aufregende Frauen bereiten einen unnachahmlichen Zauber und ein
Flair, wie ich es zuvor noch nicht erlebt habe. Gar kein Vergleich mit den
eher albernen Vorträgen der Animateure in den Hotelbars.
Wie soll es nun weitergehen? Wir möchten was vom Land sehen und der
öffentliche Nahverkehr ist eher ein Zufallsprodukt, niemand kann uns
Auskunft über Fahrzeiten etc. geben. So mieten wir uns für die kommenden
zehn Tage für 610 USD einen Jeep.
Santiago de Cuba ist unser erstes Ziel. Es sind keine 200 km, dennoch
benötigen wir über fünf Stunden für die Strecke. Wir fahren auf kleinen
Nebenstraßen, müssen gewaltigen Schlaglöchern ausweichen und haben manchmal
mangels Wegweisern kleine Orientierungsprobleme. Viele Leute stehen an den
Kreuzungen am Straßenrand und warten darauf mitgenommen zu werden.
LKW-Fahrer verdienen sich damit ein kleines Zubrot. Auch wir halten einige
Male an und nehmen zwei oder drei Personen mit. Da Heiner und ich etwas
Spanisch sprechen entwickelt sich sogleich eine kleine Unterhaltung. Die
Aussprache der Kubaner ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig und wir
müssen oft nachfragen. Mir ist in Erinnerung geblieben, dass viele
Konsonanten einfach verschluckt werden.
Eine ganze Zeit fahren wir an gewaltigen Zuckerrohrplantagen vorbei. Wir
halten an, die beiden Mitfahrerinnen besorgen sich von den Landarbeitern auf
dem gegenüber liegenden Feld eine Machete und bieten uns ein Stück "caña"
zum Kosten an. Es schmeckt, wie sollte es auch anders sein, sehr süß.
Gegen Abend erreichen wir Santiago und nehmen ein Zimmer im "Hotel Las
Americas". Schwüle Luft empfängt uns, hier ist es noch heißer als in Holguin
oder Guardalavaca, auch die Luftfeuchtigkeit ist höher. Es fällt gleich auf,
dass in dieser Stadt viele Nachfahren der afrikanischen Sklaven wohnen. Ihre
Vorfahren wurden in mehreren Schiffsladungen herangeschafft, verkauft und
bei der Arbeit in den umliegenden Kupferminen ausgebeutet.
Die Stadt ist sehr geschichtsträchtig. Die spanische Kolonialherrschaft
wurde hier beendet, und vor allem, Jahrzehnte später, begann Fidel Castro
hier mit dem Angriff auf die Moncada-Kaserne den Widerstandskampf gegen die
Batista-Diktatur. 1959 verkündete er vom hiesigen Rathausbalkon den Sieg der
Revolution.
Die Kaserne wird jetzt als Museum genutzt, die jetzt noch sichtbaren
Einschusslöcher wurden jedoch rekonstruiert.
Der Parque Céspedes befindet sich im Mittelpunkt der Stadt, hier kann man
gemütlich verweilen und die Menschen beobachten.
Abends in der Hoteldiskothek bin ich wieder überrascht und ergriffen von dem
Temperament der Kubaner und vom Flair der karibischen Nacht. Beim Tanzen
lerne ich Eliza kennen und unterhalte mich den ganzen Abend mit ihr.
Am nächsten Morgen treffe ich mich noch einmal mit meiner Tanzbekanntschaft,
Heiner besucht währenddessen die Festung El Morro. Später schwärmt er von
dem herrlichen Ausblick auf die Bucht. Sein Taxifahrer fragt ihn auf der
Heimfahrt, ob er nicht Lust hätte, in einem "restaurante particular" zu
essen, in einem Privathaus. Er akzeptiert und erhält eine leckere Mahlzeit
sowie heimisches Bier, das cerveza clara.
Nachmittags steigen wir in unseren Jeep und fahren ostwärts in den Parque
Baconao. Unterwegs besichtigen wir eine Krokodilfarm, allerdings erregen die
Tiere, wie sie da so vor den Wasserpfützen liegen, mein Mitleid.
Die nächste Nacht verbringen wir im "Hotel Balneario del Sol", inmitten
einer Ferienanlage. Unser Haus liegt direkt am Wasser, der Strand ist
steinig und man tut gut daran, die Sandalen nicht auszuziehen, auch nicht
beim Baden.
Auf der Weiterfahrt in umgekehrter Richtung, schließlich ist Havanna unser
erklärtes Ziel,
halten wir im Valle de la Prehistoria und sehen uns einige lebensgroß
nachgebaute Dinosaurier an.
Einmal noch durch Santiago und dann auf die Hauptstraße, die über Bayamo
nach Las Tunas führt. Und wieder das gleiche Bild, Menschen warten an den
Straßenkreuzungen auf einen Bus oder LKW, Mopeds und Pferdefuhrwerke bringen
die Ankommenden in die einzelnen Ortschaften.
Neben und auf der Straße liegt Korn zum Trocknen. Die Landschaft verändert
sich etwas, wir sehen jetzt weniger Zuckerrohrfelder, dafür mehr Wiesen und
Weiden, aber auch Getreideland. Magere Kühe weiden an der Fahrbahn, immer
begleitet von einem weißen Kuhreiher. Der Verkehr ist sehr übersichtlich,
einige Kinder spielen Hula Hupp und gehen, wenn ein Fahrzeug in Sicht ist,
zur Seite.
Wir sehen einige Tankstellen unterwegs, für uns bzw. für ausländische
Touristen sind ausschließlich die Coupet-Stationen zuständig, sie sind rund
um die Uhr geöffnet, haben eine Toilette und manchmal auch eine kleine
Snackbar dabei. Ein Liter Benzin kostet 0,90 USD.
In der Bar unseres Hotels in Las Tunas wird gerade Geburtstag gefeiert, zwei
Musiker mit Gitarre unterhalten die Gäste. Wir gratulieren und werden
aufgefordert, uns dazu zu setzen und mitzufeiern. Heiner erinnert sich an
unsere angebrochene Flasche Rum, holt sie aus dem Auto und gibt eine Runde
aus. Als ich mir dann eine Gitarre nehme und La Cucaracha singe, das einzige
Lied in spanischer Sprache, dessen Text ich auswendig kann, nimmt der Jubel
kein Ende.
Besser wir verlassen die Veranstaltung, schließlich hat das Geburtstagskind
im Mittelpunkt zu stehen.
Eine junge Frau spricht uns im Foyer an und fragt, ob wir nicht Lust hätten,
sie in die Diskothek zu begleiten. Wir sagen spontan zu, sie nimmt ihr
Fahrrad und holt eine Freundin ab, wir steigen in unseren Jeep. Doch wie
schade, das Lokal hat geschlossen. Die Frauen scheint das nicht zu stören,
sie sagen nur "Coupet" und bitten uns, ihnen zu folgen.
Und tatsächlich, im Kundenraum der hiesigen Tankstelle sitzt eine Reihe
junger Leute und lauscht der Musik aus einem Kofferradio, einige tanzen
dazu. Wir bestellen ein paar Flaschen Bier und verleben einen interessanten
Abend. Improvisation ist alles.
Nun also weiter. Im Jeep ist es schön luftig. Bei Ciego de Avila erreichen
wir die Autobahn und es geht etwas zügiger vorwärts, wenngleich auch jetzt
noch Pferdefuhrwerke und Traktoren allgegenwärtig sind. Die Verkehrsregeln
werden großzügig ausgelegt und es ist kein Problem, auf der Fahrbahn
anzuhalten oder zu wenden. Manchmal verkaufen Anwohner Obst und andere
Lebensmittel. Ein paar Geier sind mitten auf der Straße mit ihrem Aas
beschäftigt und lassen sich durch den vorbei fließenden Verkehr nicht
stören.
Wir verlassen die Autobahn und fahren in ein Dorf, um uns zu erfrischen.
Sofort werden wir von etlichen Kindern umlagert. Das selbst hergestellte
Fruchtgetränk schmeckt sehr gut. Der verlangte Betrag wird in Pesos genannt,
nach Tagen das erste Mal, dass wir es mit der einheimischen Währung und
nicht mit Dollars zu tun haben. Wir zahlen 50 Cents und erhalten noch
etliches an Wechselgeld zurück.
Jetzt, nach dem Wegfall des Eisernen Vorhangs, kann man sich in Kuba frei
bewegen. Wir brauchen uns nicht an vorgeschriebene Routen zu halten und
können hinfahren, wohin wir wollen.
Bei der Einreise muss eine Touristenkarte, die es u. a. im Flughafen gibt,
vorgelegt werden.
Der US-Dollar ist die für ausländische Besucher angesagte Währung, die
kubanischen Pesos haben wir nicht mehr benötigt. Jeder Kubaner, der etwas
mit Tourismus zu tun hat und dadurch über amerikanisches Geld verfügt, ist
im Vorteil und kann in den Hotelshops Waren erwerben, von denen seine
Landsleute in der Provinz nur träumen können.
Die sowieso nicht rosige wirtschaftliche Situation hat sich nach dem
Zusammenbruch der Sowjetunion noch verschlechtert. Zeiten, in denen Rohöl
aus der UdSSR billig importiert und Zuckerrohr teuer exportiert wurde,
gehören der Vergangenheit an.
Als Reisender sollte man nur Travellerschecks einlösen, die nicht von
amerikanischen Banken ausgestellt wurden, also auf keinen Fall von American
Express, sie werden auf Kuba nicht akzeptiert. Wir entschieden uns für
Thomas Cook.
In der Dämmerung zu fahren hat mir nicht gefallen, auch nicht auf der
Autobahn. Mal bewegt sich ein unbeleuchtetes Fuhrwerk vor uns, mal ein
Fahrrad. Dann kommt einem ein LKW mit Fernlicht entgegen und plötzlich sieht
man einen Trecker mit defektem Licht vor sich. Wir fahren und fahren, aber
kein Schild, das auf ein Hotel oder Motel hinweist.
Auf gut Glück verlassen wir die Straße und nach längerer Suche weist eine
Hinweistafel auf eine Unterkunft hin. Aber man kümmert sich gar nicht um
uns, nach längerer Aufforderung und höflichem Bitten gewährt man uns ein
einfaches Zimmer. Fließendes Wasser gibt es nicht, Duschen ist nicht
möglich, auch die Toilettenspülung streikt. Später erkennen wir, dass diese
Herberge nur den Einheimischen vorbehalten ist und Touristen gar nicht
erwünscht sind.
Das Restaurant hat auch schon geschlossen und nach längerem Zureden fährt
ein Mitarbeiter mit uns in das nächste Dorf, klopft an eine Tür und wir
erwerben im kargen Schein einer Funzel ein paar Kroketten.
Am nächsten Mittag erreichen wir La Habana (Havanna), checken im alt
ehrwürdigen "Hotel Lincoln" ein und gönnen uns eine ausgiebige Dusche.
Das Haus liegt sehr zentral, etwa 100 m von der weltbekannten Uferpromenade
Malecón entfernt. Nach kurzer Erholungspause machen wir uns auf den Weg und
gehen in die Altstadt.
Alte baufällige Häuser lassen ahnen, wie schön Havanna einst gewesen sein
muss. Etliche Tonnen Farbe wären schon nötig, um den Charme der
Vergangenheit wieder ans Tageslicht zu bringen. Die Stadt gehört zum
Unesco-Kulturerbe.
Wir besichtigen das Castillo de la Real Fuerza, die älteste Festung
Havannas. Auf einem Turm befindet sich das Wahrzeichen, La Giraldilla, ein
Wetterfähnchen mit einer Frauenfigur. Und genau diese Figur, Doña Isabella
de Bobadilla, ist auch auf den Etiketten der Havanna-Club-Rumflaschen zu
sehen.
An einigen Palästen geht es vorbei zur Plaza de Armas, dem ersten Marktplatz
der Stadt, bis wir uns längere Zeit auf der Plaza de la Catedral aufhalten
und natürlich auch in die Catedral de la Habana hineingehen.
Ein Besuch des wohl bekanntesten Lokals, La Bodeguita del Medio, darf
natürlich nicht fehlen. Hier hat Ernest Hemingway seinen besten Mojito
getrunken und Fotos mit seinem Konterfei wie auch Spruchbilder an der Wand
bestätigen diese Einschätzung.
Auch wir bestellen uns einige Gläser dieses Cocktails, alle Zutaten sind
vorrätig, hier mangelt es an nichts. Noch mehr beeindruckt haben mich aber
einige Schals von Fußballclubs der Weltspitze als Dekoration an der Wand,
der ruhmreiche SV Werder Bremen ist als einziger deutscher Verein vertreten.
Heiner beschäftigt sich in dieser Zeit ausgiebig mit Hemingway, er liest die
"Inseln im Strom" und manchmal höre ich ihn fluchen oder schimpfen, wenn er
mit dem Inhalt überhaupt nicht einverstanden ist.
Trotz der renovierungsbedürftigen Häuser, trotz des baufälligen Zustands,
die Stadt hat Charme und Esprit. Musik tönt immerfort aus den Häusern, die
Menschen geben sich vergnügt. Ein beliebter Treffpunkt ist der Prado oder,
wie es richtig heißt, der Paseo Martí, eine frühere Prachtallee mit nach wie
vor großen Schatten spendenden Bäumen.
Abends halten wir uns am oder in der Nähe des Malecón auf, hier trifft sich
die Jugend, hier verweilen Händler, Liebespaare turteln auf der Ufermauer.
Ein Kubaner aus Bremen bat mich, seiner im Stadtteil Vedado, einem
Geschäftsviertel, lebenden Schwester ein Geschenk mitzunehmen. Sie ist
leider nicht zu Hause, gern hätten wir einen Tag oder Abend in ihrer
Gesellschaft verbracht. So gehen wir zum Abendessen allein ins El Conejito,
wo es, wie der Name schon sagt, Kaninchen in allen Variationen gibt. Ein
alter Ober aus einer vergangenen Epoche bedient uns.
Es heißt, dass Fidel Castro einmal Hunger auf Kaninchen verspürte und, da es
kein entsprechendes Lokal gab, dieses Restaurant bauen ließ.
Zum Stadtbild gehören natürlich auch die alten amerikanischen Autos, jeder
Oldtimerfan würde hier voll auf seine Kosten kommen. Die Fahrzeuge sind z.
T. 50 oder mehr Jahre alt.
Schweren Herzens nehmen wir Abschied und orientieren uns gen Osten, vor
einer Bäckerei hat sich eine große Schlange gebildet, wahrscheinlich ist
gerade Brot vorrätig.
Nach einigen Stunden Fahrt erreichen wir das touristische Zentrum der Insel,
Varadero, und belegen ein Zimmer im "Dos Mares". Hier gibt es alles, was das
Urlauberherz begehrt, kilometerlanger weißer Sand, Restaurants, Diskotheken,
Strandbars, Palmen und klares türkisfarbenes Wasser. Wir schwimmen, liegen
in der Sonne und beobachten das Treiben. Ein Kubaner versucht, meinen
Tagesrucksack zu stehlen, ich merke es aber noch rechtzeitig und er flüchtet
ohne Beute. Später sprechen mich einige Personen, die den Vorfall beobachtet
hatten, darauf an.
Vor einer Diskothek warten knapp 100 junge Frauen darauf, von einem Mann
eingeladen zu werden, der Eintritt solo ist ihnen verwehrt. Gern kommen wir
dieser Verpflichtung nach.
Und auch hier erleben wir wieder eine Stimmung und ein Flair, wie es wohl
nur in der Karibik anzutreffen ist.
Leider ist die Zeit doch rapide fortgeschritten und der Abflugtag naht. Wir
müssen weiter. In
Sancti Spíritus übernachten wir im "Hotel Zaza", gelegen am Stausee Presa
Zaza.
Gewaltige Mückenschwärme verhindern jegliches romantisches Gefühl. In einem
Lokal in der etwa 10 Minuten Fahrzeit entfernten Innenstadt lassen wir den
Tag ausklingen.
Am nächsten Abend erreichen wir Guardalavaca. Tags darauf geht es nach
Holguin. Im Flughafen beobachten wir einen Zigarrendreher bei der Arbeit,
bevor wir unter den Klängen von "Guantanamera" ins Flugzeug steigen.
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