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Town Hall in Manchester
Town Hall in Manchester

Kathedrale in Manchester
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auf der Burg
auf der Burg

              Manchester - Edinburg              ins Trainingslager auf die Insel

Text und Fotos: Horst Wehrse

Manchester

Der diesjährige Kurztrip ins Skat-Trainingslager geht nach Manchester. Harms und Wilfried fliegen vorab, Heiner und ich folgen einen Tag später, wir schreiben November 1999.
Den Flug haben wir bei der mittlerweile nicht mehr existierenden belgischen Linie Sabena gebucht, der Service hat mir nicht besonders gefallen. In Bremen geht es los und nach einem Zwischenstopp in Brüssel erreichen wir gegen 20.oo unseren Zielort.
Harms und Wilfried warten im Hotel "Bishopsgate" auf uns, wir checken ebenfalls ein und stürzen uns dann ins Nachtleben. Den Abend verbringen wir mehr oder weniger in verschiedenen Pubs in Chinatown.

Nach dem Frühstück fahren wir auf gut Glück nach Old Trafford, ManU spielt heute gegen Leicester. Offizielle Karten sind nicht mehr erhältlich. Wir kommen mit einem älteren Herrn ins Gespräch und er vermittelt uns nach und nach die begehrten Tickets zu einem fairen Preis.
Und es ist ein Erlebnis, einmal an dieser ehrwürdigen Sportstätte ein Fußballspiel live anzuschauen und dabei zu sein. Manchester gewinnt 2 : 0. Anschließend streifen wir durch die gewaltige Fanshop-Halle und bleiben dann einige Stunden in einer der üblichen Fußballkneipen mit Fernsehern und Monitoren an den Wänden. Das Bier läuft in Strömen und die Stimmung ist riesig.

Abends streifen wir wieder durch mehrere Pubs. Es ist viel Betrieb auf den Straßen und mir gefällt es. Junge Menschen in großen Gruppen verteilen sich auf die umliegenden Lokale.

Manchester ist schon weihnachtlich geschmückt. Ein überdimensionaler Weihnachtsmann winkt vom Dach der Town Hall, einem sehr schönen Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert.

Durch ein chinesisches Tor hindurch gelangt man nach Chinatown, hier findet man eine Reihe der üblichen Restaurants und Geschäfte.
Zu unserem Besichtigungsprogramm gehört dann noch die Kathedrale und die Royal Exchange, die Baumwollbörse, schließlich war Manchester durch die Herstellung von Baumwollerzeugnissen einmal Weltindustriestadt. Die Einwohnerzahl beläuft sich derzeit auf etwa 425.000.

Am Sonntag besuchen wir das Museum of Science and Technology und nebenan die Air and Space Gallery. Es ist sehr interessant, so kann man im ersten Museum Dampfmaschinen und alte Industriegeräte besichtigen, im anderen Exponate der Luft- und Raumfahrt.

Am letzten Morgen, nach einem ausgiebigen englischen Frühstück, setzen wir uns in einen Pub und spielen Skat nach Herzenslust. Es kommt uns sehr entgegen, dass man bei einer Whiskysorte zwei Gläser für den Preis von einem erhält.

Dann heißt es Abschied nehmen, meine Freunde müssen zum Flughafen, ich bleibe noch einen Tag.



Edinburg

Zwei Jahre später, im November 2001, fliegen wir wieder auf die britische Insel. Diesmal geht es über Amsterdam, wo wir während des Wartens auf den Anschlussflug schon mal die Karten mischen. Wir sind zu fünft, das heißt Harms, Kasim, Simon und ich fliegen donnerstags, Heiner kommt am Freitagabend nach. Die Unterkunft haben wir schon vorher in Deutschland gebucht.

Das Wetter ist nicht besonders, trübe und verhangen erwacht der Tag, einige Male regnet es etwas. Trotzdem beginnen wir die Stadtbesichtigung zu Fuß, denn bei den kurzen Wegen lohnt es nicht, einen Bus oder ein Taxi zu nehmen. Wir halten uns überwiegend in der mittelalterlich wirkenden Altstadt auf.

Edinburg hat etwa 450.000 Einwohner und ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Schottlands.
Das Edinburgh Castle ist unser erster Besichtigungspunkt. Diese berühmteste der schottischen Burgen ist von vielen Stellen in der Stadt weithin sichtbar. Von oben hat man eine gute Aussicht auf das Umland. Wir halten uns eine ganze Weile hier auf, lehnen uns an die dicken Wände, besichtigen die Kanone Mons Meg, die prächtige Laich Hall, Margret´s Chapel und bewundern die im Inneren ausgestellten Kronjuwelen und den Stein des Schicksals.

Nach einer ausgiebigen Trainingspause marschieren wir die Royal Mile weiter entlang zur St. Giles Cathedral. Bedeutende Persönlichkeiten wurden hier begraben. Auch sehen wir das imposante Gebäude der Bank of Scotland und das Parlament.
Am Ende der Hauptstraße befindet sich das Holyrood Palace, wo Königin Elisabeth II. bei ihren Edinburg-Besuchen residiert. Der barocke Palast ist eng mit der stürmischen Vergangenheit Schottlands verknüpft. Er war Heimat von Königin Maria Stuart, ihr Sekretär wurde hier mit 57 Dolchstichen durchbohrt.

Die Stadt ist reich an gemütlichen Pubs und wir haben keine Probleme, zu unserem Recht zu kommen. Einige Abende verbringen wir in einem urigen Lokal am Fuße des Castlehill. Das Bier ist recht dünn und wir genehmigen uns noch dann und wann einen Whisky dazu. Nachts auf dem Weg ins Hotel zurück legen wir noch eine kurze Pause ein und versorgen uns mit Fish ´n Chips.

Eigentlich möchten wir auch einen Tag direkt an die Nordsee, der Ort North Berwick wäre eine Alternative. Wir gehen zum Hauptbahnhof, ich möchte noch auf der anderen Straßenseite ein Foto von der Burg machen und winke meinen Mitreisenden zu, einfach weiterzugehen. Aber ich hole sie nicht mehr ein und fahre deshalb allein mit dem Zug los. Abends höre ich, dass sie nicht weitergelaufen sind, sondern auf mich gewartet und mich später gesucht haben.
Entsprechend frostig ist unser Wiedersehen.

Dafür klappt es am nächsten Tag und wir verbringen einige schöne Stunden gemeinsam an der frischen Luft. North Berwick ist ein kleinerer Ort am Firth of Forth mit Hafen, einigen Golfplätzen, einem langen Strand, aber auch einer steinigen Küste. Mit professionellen Fernrohren kann man Vögel auf den vorgelagerten Inseln beobachten. An der Hauptstraße liegt ein alter Friedhof mit einer trutzigen Kirche.
Gegen Abend kehren wir in einen rustikalen Pub ein und lassen den Tag auf gebührende Weise ausklingen, schließlich sind wir im Trainingslager.

Morgen geht es zurück nach Hause.


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