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Helsinki und Umgebung
Drei-Schmiede-Denkmal
Brunnen in der Innenstadt
Esplanade
Blick auf Helsinki
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Skandinavische Metropolen
Oslo - Kopenhagen - Helsinki - Stockholm
Text und Fotos: Horst Wehrse
Helsinki, im September 1999
Die finnische Hauptstadt besuche ich am Ende eines Urlaubs im Baltikum. Mit
dem Bus fahre ich von St. Petersburg nach Helsinki und belege ein Zimmer im
Appartementhaus „Fenna“.
Jetzt, am Samstagabend, ist was los in der Stadt. Die Restaurants und
Gaststätten sind bis auf den letzten Platz besetzt, viele Menschen bevölkern
die Straßen der Innenstadt und es herrscht eine ausgelassene Atmosphäre.
Eigentlich hatte ich bisher wenig über Helsinki gehört oder gelesen, aber
ein Besuch der "Tochter der Ostsee", wie die Finnen ihre Hauptstadt nennen,
lohnt sich unbedingt. Hier, im wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum des
Landes, leben etwa eine halbe Million Menschen.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen zentral und man kann alles zu Fuß
erreichen und ist auf den öffentlichen Nahverkehr nicht angewiesen. Falls
man dennoch gehmüde geworden ist, empfiehlt sich eine Fahrt mit der
Straßenbahnlinie 3 T, denn sie fährt an fast allen sehenswerten Plätzen und
Gebäuden vorbei und informiert teilweise in vier Sprachen.
Auf dem Marktplatz bleibe ich geraume Zeit, sehe mir die Auslagen und Waren
an, beobachte die Fischer, die ihren Fang direkt vom Boot verkaufen und
fotografiere den Havis-Amanda-Brunnen. Gegenüber befindet sich die
Markthalle und ein paar Schritte weiter das schöne klassizistische Rathaus,
ursprünglich als Hotel entworfen. Vor meinem nächsten Ziel, dem
Präsidentenpalast, der aber nur noch zu Repräsentationszwecken genutzt wird,
steht ein Wachposten.
Beeindruckt bin ich von der Uspenski-Kathedrale aus rotem Backstein. Während
meines Besuchs findet ein Gottesdienst statt und ein Chor untermalt die
Andacht mit wunderschönem Gesang. Das Gotteshaus wurde für
russisch-orthodoxe Gläubige gebaut und dient heute der finnischen orthodoxen
Kirche.
Der Senatsplatz gilt wegen der Harmonie der Proportionen als einer der
schönsten Plätze in Europa und der Dom mit seinen Kuppeln und Säulen ist
sein Schmuckstück. Aber auch das Regierungspalais, die Universität und die
Universitätsbibliothek tragen zum überaus positiven Gesamteindruck bei.
Nach einem Spaziergang auf der Esplanade, einem eleganten Boulevard, der
durch einen Park mit Bäumen in zwei Parallelstraßen geteilt wird, lasse ich
mir im Café Kappeli den Kaffee und ein Stück Kuchen schmecken. Das Lokal ist
sehr gut besucht und ein frei werdender Platz wird sofort wieder besetzt.
Im Geschäftszentrum steht das Denkmal "Die Drei Schmiede". Die Warenhäuser
sind prall gefüllt und zahlungswillige Kunden kommen voll auf ihre Kosten.
Es fällt mir auf, dass die Finnen häufig, auch bei relativ kleinen Beträgen,
mit ihrer Kreditkarte bezahlen.
Am letzten Tag gehe ich am Parlamentsgebäude vorbei und besuche dann die
Felsenkirche. Ihre Innenwände wurden aus einem aufragenden Fels
herausgesprengt und mit einer Kuppel überdacht. Abends lausche ich im
Jazzclub Storyville dem Black Riders Trio.
Am nächsten Spätnachmittag besteige ich die Fähre nach Stockholm und
verbringe eine unvergessliche Nacht auf dem Schiff. Auf über 10 Etagen
stehen den Gästen Bars, Restaurants, eine Diskothek und andere Einrichtungen
zur Verfügung.
Gegen Morgen erreichen wir die schwedische Hauptstadt.
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